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die 5 Hauptakteure

In der Kakaolieferkette gibt es einige VIPs, die für Veränderungen sorgen können (aufgepasst.. du bist mit dabei!).

Tony's setzt sich dafür ein, Ausbeutung im Kakaoanbau zu beenden: Armut, Kinderarbeit und Abholzung. Ist eigentlich bekannt, oder? Es gibt da aber einen wichtigen Punkt, der gerne mal übersehen wird.. Damit meinen wir nicht nur den Kakao in unserer Schokolade. Allein bekämpfen wir Ausbeutung in unserer Kakaolieferkette. Aber gemeinsam können wir die Branche weltweit verändern. Damit das gelingt, müssen wir alle mitmachen: Schokoladenunternehmen, Schokofans, Regierungen, Einzelhändler und Kakaofarmer:innen.

Schokolade schmeckt super, hat aber leider oft einen bitteren Beigeschmack. Rund 1,56 Millionen Kinder* in Ghana und Côte d'Ivoire sind von Kinderarbeit betroffen, und mindestens 30.000 Menschen sind von Zwangsarbeit betroffen. Dabei geht es auch anders: Die Schokoladenindustrie kann dazu beitragen, Ausbeutung im Kakaoanbau anzugehen. Wie das geht? Das zeigen wir dir in dieser Liste.

*NORC-Report 2020

5 Schlüsselunternehmen

Die Schokoladenunternehmen können Teil der Lösung sein, indem sie Kakao nach Tony's Beschaffungsprinzipien beziehen, die Menschenrechte höher gewichten als den Gewinn und die für ihre Lieferkette rechtlich bindende Verantwortung übernehmen.

Deshalb haben wir Tony's Open Chain ins Leben gerufen. Eine gemeinsame Initiative, die anderen Unternehmen hilft, effizient auf eine Kakaolieferkette zuzugreifen, die Tony's Beschaffungsprinzipien befolgt. Immer mehr Missionsverbündete - das sind diejenigen, die ihren Kakao über Tony’s Open Chain beziehen - schließen sich uns an. Dazu gehören zum Beispiel Ben & Jerry’s, Jokolade oder Huel. Ganz schön bohnig!

Regierungen

Regierungen können Teil der Lösung sein, indem sie Gesetze erlassen, die Unternehmen für ihre Lieferketten verantwortlich machen. So können sie Umweltverstöße verhindern und Menschenrechte schützen.

Seit über 20 Jahren verspricht die Schokoladenindustrie, die Kinderarbeit zu beenden. Hat aber nicht funktioniert.. Maßnahmen wie das Harkin-Engel-Protokoll oder freiwillige Programme greifen einfach nicht, weil sie nicht verbindlich sind. Deshalb ist es höchste Zeit, dass Regierungen eingreifen und Gesetze zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht einführen. So können Unternehmen für Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Abholzung zur Verantwortung gezogen werden.

Die Regierungen der Kakaoanbauländer müssen außerdem die Mindestlöhne für Kakaobeschäftigte erhöhen und die Gesetze gegen Kinderarbeit und Zwangsarbeit durchsetzen. Und sie sollten die Einführung und Verbesserung von rechtsbasierten Überwachungs- und Abhilfesystemen erleichtern.

Einzelhändler-Logo

Einzelhändler können Teil der Lösung sein, indem sie bewusst entscheiden, welche Schokolade sie verkaufen und welche nicht. Sie können auch ihre eigene Schokolade anbieten, die nach Tony's Beschaffungsprinzipien bezogen wird.

Einzelhändler spielen eine wichtige Rolle in der Schokoladenindustrie. Sie entscheiden, welche Marken sie verkaufen und wie sichtbar sie diese im Regal platzieren. Damit haben sie einen großen Einfluss auf die Wahl der Verbraucher:innen. Verkaufen die Einzelhändler außerdem ihre eigene Schokolade, bestimmen sie, woher sie die Bohnen beziehen. Alles ganz schön wichtig..

Wir sind sehr stolz darauf, den niederländischen Supermarktriesen Albert Heijn als unseren Verbündeten zu haben. Albert Heijn bezieht sein gesamtes Delicata-Sortiment nach Tony's Beschaffungsprinzipien über unsere Tony's Open Chain Initiative. Seit 2023 beschafft auch Jumbo den Kakao für seine Eigenmarkenschokolade über Tony’s Open Chain. Damit haben sich nun alle großen niederländischen Lebensmittelkonzerne unserem Kampf angeschlossen! Auch in Deutschland machen wir tolle Fortschritte. 2020/21 hat sich der Discounter ALDI angeschlossen und ein Schokoladensortiment entwickelt, das die Bohnen nach Tony's Beschaffungsprinzipien bezieht. Damit übernimmt auch ALDI die direkte Verantwortung für die eigene Lieferkette. Alle unsere Missionsverbündete zahlen eine Prämie direkt an die Farmer:innen, damit diese mit dem Kakao, den sie verkaufen, ein existenzsicherndes Einkommen erzielen können – und wir können diesen Kakao von der Bohne bis zur Tafel zurückverfolgen.

Bauernfarm

Kakaofarmer:innen können Teil der Lösung sein, indem sie ihre Kooperativen stärken, ihre Produktivität weiterentwickeln und die Rechte von Kindern schützen.

2,5 Millionen Farmer:innen in Ghana und Côte d’Ivoire produzieren mehr als 60 % des weltweiten Kakaos. Trotzdem haben viele von ihnen nur begrenzten Einfluss auf den Kakaopreis. Wenn Einkommen zu niedrig sind, kann das Bedingungen verstärken, unter denen Kinder gefährliche Tätigkeiten ausüben oder unbezahlte Arbeit vorkommt.

Ein wichtiger Ansatz ist es, mit Farmer:innen über Kinder- und Menschenrechte zu sprechen. Auch die Förderung von Diversifizierung und Produktivität kann dazu beitragen, Kakaoerträge und Einkommen zu stärken und Risiken von Abholzung zu verringern.

Schokoladenfan-Icon

Schokofans können Teil der Lösung sein, indem sie bewusste Entscheidungen treffen, Tony’s Botschaft verbreiten und Druck auf die Industrie + Regierung ausüben.

Wer die Wahrheit kennt, sieht nichts anderes mehr.. Deshalb ist es sooo wichtig, dass Tony’s Botschaft weltweit verbreitet wird. Denn je mehr Menschen die Wahrheit kennen, desto mehr Menschen werden sich für Schokolade entscheiden, die der Ausbeutung von Kakao ein Ende setzt & von den Schokoladenherstellern Rechenschaft verlangen. Die Macht, die Schokoladenindustrie zu verändern, liegt (auch) in deinen Händen! 

Kinderarbeit & Zwangsarbeit sind die traurige Wahrheit der Schokoladenindustrie. Wir sind alle Teil des Problems. Aber wenn wir zusammenarbeiten, können wir alle Teil der Lösung sein..